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Interessante Gedanken zum Thema Liebe


Ich liebe die Liebe... die Liebe liebt mich und liebst Du die Liebe, so liebt sie auch Dich.
von niceeasy

So einfach könnte das Leben sein, wenn alle Menschen diesen kleinen Vers beherzigen würden. Doch die Menschen unterscheiden sich nun mal voneinander und deshalb hat auch jeder eine eigene Definition von der Liebe. Und damit nimmt das Unheil seinen Lauf, denn Liebe lässt sich nicht aufteilen, oder modifizieren. Nehmen wir das Beispiel Partnerschaft. Zwei Menschen treffen sich und verlieben sich ineinander. Am Anfang überwiegt der Reiz des Unbekannten und Mystischen. Aber bald verliert dieser Reiz seine Faszination und nach einiger Zeit gibt es nichts Unbekanntes mehr. Gewohnheit, Langeweile und Streitereien stellen sich ein. Warum ist das so ? Warum wird aus einem romantischen, zärtlichen Traum, ein bedrückender, hässlicher Alptraum ?
> Was hat diese Menschen zusammengeführt ? War es wirklich die Liebe ? Was ist dran an der rosaroten Brille ? Zuerst unterliegen wir den optischen Reizen und lassen uns von dem fremden Wesen verzaubern. Es ist das Unbekannte, was uns reizt und herausfordert. Am Anfang haben wir noch alle Möglichkeiten, unser Gegenüber zurechtzurücken. Wir kennen sie, ihn noch nicht und somit haben wir noch eine eingebildete Chance, all unsere Träume und Wünsche hineinzuprojizieren. Und erst wenn wir langsam merken, daß unser Partner anders ist, als wir es uns vorgestellt haben, verlieren wir mehr und mehr das Interesse. Langeweile, Unzufriedenheit und Enttäuschung treten in den Vordergrund.

Also nicht die Liebe hat die beiden Menschen zusammengeführt, es war nur ein Verliebtsein, eine Hoffnung, ein Wunsch, eine Sehnsucht. Die Sehnsucht nach Liebe. In Wahrheit hat uns der Partner nicht wirklich interessiert, sie/er war nur ein Lückenbüßer. Und dieses Verhaltensmuster findet immer mehr Gültigkeit in unserem Leben. Nicht zuletzt durch die Auswüchse unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft, ist die Liebe nur noch zu einem Tauschobjekt verkommen. Sobald unsere Träume und Wünsche nicht erfüllt werden, suchen wir uns ein neues Opfer und das Spiel beginnt wieder von vorne. Und bei jedem Handel wird unsere Enttäuschung größer und größer.

Wie kannst Du da erwarten, Liebe zu bekommen, wenn Du sie selber nicht geben kannst ? Du stellst immer nur Ansprüche an den Partner, er soll Deinem Wunschbild entsprechen. Du suchst die Liebe und denkst, Du kannst sie so einfach erwerben, indem Du Dich nur umschaust und versuchst Deine Einsamkeit zu bekämpfen. Du läufst Deinen Träumen hinterher, Du versuchst Dein Ego zu befriedigen und glaubst dabei Dein großes Glück zu finden. Aber wie sieht es mit Deiner Liebe aus ? Was ist Liebe für Dich ? Ein wohliges, kribbelndes Gefühl, bedingungslose Hingabe, Vertrautheit, Sex ?

Viele Menschen sind davon überzeugt, sie können lieben, es ist halt nur so schwer, dass jemand sie selber lieben könne. Auch glauben viele, dass Liebe nur zu einem einzigen Menschen möglich ist. Eine weit verbreitete Meinung ist auch, dass die zwischenmenschliche Liebe etwas anderes ist, als die Liebe zu einem selbst. Die wenigsten Menschen sind bereit Liebe zu geben. Die zwischenmenschliche, partnerschaftliche Liebe ist immer eine nehmende Liebe. Es werden immer Erwartungen an den Partner gestellt und für alles was ich dem Partner gebe, verlangt der Mensch eine Gegenleistung, oder wie es so schön heißt, einen Liebesbeweis. Wir leben immer in der ständigen Angst nicht geliebt zuwerden und damit wir die Enttäuschungen so gering wie möglich halten, sparen wir auch mit unserer Liebe.

Aber das ist falsch !

Was Liebe nicht ist, lässt sich leichter erklären, aber was ist Liebe ?

Diese Erklärung lässt sich nur schwer in Worte fassen, denn Liebe ist mehr ein Gefühl. Und Gefühle soll man bekanntlich leben, oder erleben. Liebe ist eine Kunst die man erlernen muss. Genauso wie die Kunst der Malerei, der Musik. Du musst sie erlernen und täglich neu daran arbeiten. Es fängt schon bei Kleinigkeiten an, die Liebe zu Deinen Mitmenschen, die Liebe zum Leben, zu Dir selbst. Die wahre Liebe ist immer gebend, ohne Erwartungen und Forderungen. Dieses ist in der heutigen Zeit schwer verständlich und wird immer mit Dummheit, Selbstaufgabe, Knechtschaft, oder Naivität gleichgestellt. Wenn ich etwas gebe, ohne einen Gegenwert dafür zu erhalten, dann bin ich doch dumm und falle völlig aus der Norm unserer Gesellschaft. 

Dann betrachten wir doch einmal die Mutterliebe. Die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind ist immer gebend. Sie umsorgt und pflegt ihr Kind, ohne eine Gegenleistung. Tag und Nacht ist sie für ihr Kind da.

Die Mutter weiß nicht, wie das Kind sich entwickeln wird. Wird es aufsässig und frech, oder intelligent und liebevoll, wird es die Erwartungen der Mutter erfüllen ? All dieses liegt noch im Ungewissen und dennoch stellt die Mutter keine Forderungen und widmet die meiste Zeit dem Kind, bis es erwachsen ist.

Welche Geduld bringt eine Mutter auf, bis ihr Kind laufen und sprechen kann. Mit wie viel Hingabe verfolgt sie die ersten Lebensjahre. Und genau diese Liebe ist es, die wir Menschen untereinander verloren haben. Wir sind heutzutage so selbstgefällig und verwöhnt, dass wir gar nicht bemerken, dass wir unfähig geworden sind, zu lieben. Wir denken nur noch an uns selbst und wie wir uns am besten durchs Leben mogeln können. Egoismus und Narzissmus ist nur eine pervertierte Art von Eigenliebe. Sie ruht auf der Grundlage, dass wir in Wirklichkeit unsere Umwelt hassen und uns selbst auch. 

Wer wirkliche Liebe sucht, sollte seine Verlustängste, Einsamkeit, Wunschvorstellungen und Erwartungen nicht in den Vordergrund stellen. Liebe heißt aber auch nicht bedingungslose Selbstaufgabe und sich nur auf seine Mitmenschen einstellen. Liebe erfordert auch Kritik, Meinungsverschiedenheiten, Konflikte. Und wenn ich jemanden liebe und ihn uneigennützig auf seine Fehler hinweise, dann ist das auch ein Zeichen von Liebe. Nur so gebe ich dem Gegenüber eine Chance sich zu seinem eigenen Vorteil zu ändern. Aber Vorsicht, man sollte seine eigenen Vorstellungen nicht hervorheben, versuche Deine/n Partner/in nicht nach Deinen Wertvorstellungen zu formen. Und nicht nur in partnerschaftlicher Hinsicht sollten wir versuchen uns der Liebe zu widmen. Die Kunst des Liebens ist viel effektiver im alltäglichen Leben zu erlernen. Schon morgens beim Aufstehen, öffne die Augen für Deine Umwelt. Versinke nicht spurlos im Alltagstrott, sieh Dich um und entdecke Deine Mitmenschen. Versuche zu verstehen, warum die Menschen so sind, wie sie sind. Nicht die Äußerlichkeiten sind entscheidend, das sind nur Vorsichtsmassnahmen die der Mensch aufgebaut hat um sein Inneres zu schützen. Und diese Vorsichtsmassnahmen resultieren aus Angst. Angst verändert Menschen, lässt sie Dinge tun, die völlig von ihrem Naturell abweichen. Und wenn Du versuchst, das zu erkennen und Dir die Mühe machst mal hinter die Fassade zu gucken, dann wirst Du auch erkennen wie liebenswürdig das wahre Wesen des Menschen ist.

Zu phantastisch, irrational, absurd?

Und wie sieht es mit Deinen Ängsten aus? Wie versteckst Du Dich vor der Öffentlichkeit? Welche Hemmungen, oder Exzesse lebst Du aus, um nicht erkannt zu werden? Welchen gesellschaftlichen Zwängen unterliegst Du, um Anerkennung und Liebe zu bekommen? Würdest Du Dich nicht auch wohler fühlen, wenn Du Deine wahre Persönlichkeit offen zeigen könntest? Wenn Du öffentlich zeigen dürftest, dass auch Du nur ein Mensch bist, mit Schwächen und Fehlern, der anlehnungsbedürftig ist und Hilfe braucht, anstatt dem gesellschaftlichen Druck der Automatenmenschen und der menschenverachtenden Leistungsmaschinerie zu unterliegen? Erkennst Du nun Deine Angst? Und diese Angst macht einen anderen Menschen aus Dir, und so ergeht es fast allen Menschen. Natürlich ist es nicht leicht diese Angst umzuwandeln, ständig verständnis- und liebevoll auf seine Menschen einzugehen. Aber wenn Du es nicht wenigstens versuchst, wirst Du nie hinter das Geheimnis der Liebe kommen. Dann wirst auch Du zu den ewig jammernden, beziehungsgeschädigten, narzisstischen Automatenmenschen gehören. Und da hilft auch nicht der ach so bequeme Entschluss, dass sich zuerst die anderen ändern müssen, sonst ist ja alles so sinnlos. Nein, Du musst bei Dir anfangen, Du musst es vorleben, nur dann wird sich auch Deine Umwelt ändern.

Auch wenn Du mehrmals scheitern solltest, gib nicht auf, denn die Liebe ist die einzige Hoffnung, die wir Menschen haben !

Licht und Liebe
niceeasy
Quelle: http://home.arcor.de/niceeasy/astralliebeframe.html



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